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Als ich vor einigen Monaten am Strand von Italien lag, begann ich das Buch Die Neuerfindung des Erfolgs von Arianna Huffington zu lesen. Darin beschreibt sie folgendes:

Erfolg ist mehr als Geld und Macht. Warum Geld und Macht als Erfolgsfaktoren ausgedient haben. Wenn wir langfristig erfolgreich sein wollen, müssen wir das Konzept »Erfolg« neu definieren. Arianna Huffington, Mitbegründerin der Huffington Post, einem der am schnellsten wachsenden Medienunternehmen der Welt, zeigt: Zu lange haben wir Erfolg anhand der Kriterien Geld und Macht definiert – die Folgen sind epidemische Wachstumsraten von stressbedingten Erkrankungen.Arianna Huffington stellt den »dritten Weg« vor, dessen Erfolgsquotient auf Wohlbefinden, Weisheit, Staunen und Großzügigkeit beruht. Sie zieht die neuesten Erkenntnisse der Wissenschaft heran, um darzulegen, was heute nottut: nichts weniger als eine Revolution unserer Kultur, unseres Denkens, unserer Arbeit und unserer Lebensweise. (Quelle: Amazon)

Ich war erstaunt und erschüttert zugleich, mich in vielen Mustern dieses Buches wiederzufinden. Auch wenn ich schon seit vielen Monaten eine gesündere Einstellung zu dem Leben in dem man 24/7 erreichbar sein muss und die Arbeit das Leben ist, bekommen habe, habe ich mit dem Lesen Arianna’s Worte auch festgestellt, dass ich etwas dagegen tun muss. Etwas für mich. Denn auch wenn mein Job bei Anna Inspiring Jewellery, OCJ und andere kleine Projekte sich für mich überhaupt nicht wie Arbeit anfühlen, viel mehr wie ein Hobby, eine Leidenschaft der ich nachgehen kann, muss ich Zeit für mich finden. Zeit, in der ich ohne schlechtes Gewissen Netflix Marathons starten kann, in der Badewanne liege, ein Buch lese oder einfach etwas mit meinen Liebsten unternehme.

An diesem gewissen Tag am Meer hab ich beschlossen, etwas zu ändern. Die Idee des „arbeitsfreien Sonntags“ wurde geborgen.

Ist doch völlig normal, mögen viele denken. Für mich war das aber sehr lange Zeit nicht so. Es gab weder arbeitsfreie Abende, noch Wochenenden in meiner Welt. Das hat auf Dauer nicht nur mich frustriert, sondern auch mein Umfeld. Könnt ihr euch vorstellen, dass ich meine Bloggerkollegen aus Deutschland öfter gesehen habe, als meine Freunde die wenige Minuten von mir entfernt wohnen?

Natürlich habe ich mir auch mal freie Tage „erlaubt“ aber eine richtige Routine gab es nicht. Einfach einen Tag, an dem man wusste: Heute habe ich frei!

Mein Freund hat mir dieses Vorhaben erst gar nicht geglaubt und lies meine Taten sprechen. Dann war es soweit mit dem 1. Sonntag im Oktober (ja, es hat etwas gedauert, dies auch tatsächlich umzusetzen), habe ich meinen arbeitsfreien Sonntag eingeleitet. Erlaubt waren nur noch Instagram Postings, aber auch diese mussten nicht sein. Da saß ich nun, an meinem ersten Sonntag an dem ich nicht arbeiten durfte. Komisch irgendwie, richtig leer und hilflos habe ich mich gefühlt. Kennt ihr diesen Kloß im Hals und Bauchbereich? Der begleitet mich seit jeher an meinen Sonntagen. Das Gefühl nicht produktiv zu sein macht mir zu schaffen wenn ich ehrlich bin. „Entspannen muss gelernt sein“, bekomme ich jetzt richtig zu spüren. Meine Mama, die sich mit dem Thema gut auskennt, hat mir geraten, mir Zeit zu geben. Man kann nicht von einem Tag auf den anderen seine Gewohnheiten umstellen. Seit dem versuche ich mich mit aufräumen, putzen oder anderen Dingen für die Wohnung abzulenken. Aber wirklich arbeitsfrei würde ich das auch noch nicht nennen. Kleine Schritte eben …

Vielleicht kennt ihr dieses Problem ja und wollt eure Erfahrungen teilen?

Es gibt ein paar Dinge die mir helfen etwas runter zu kommen:

Bild: www.ciuciu.at 

– Von Freunden umgeben zu sein und über Gott und die Welt zu sprechen.

– Ein langes Basenbad nehmen und auf dem Laptop die letzte Folge KUWTK verschlingen.

– Naturprodukte wie Nervenruh oder Inner Balance Tee: Wie ihr bestimmt wisst, glaube ich an die Kraft der Natur und deren Produkte. Vor kurzem habe ich zB. Nervenruh Dragees von Klosterfrau aus der Apotheke entdeckt die mit Hilfe von pflanzlichen Inhaltsstoffen eine natürliche Beruhigung fördern sollen. Auch der Innen Balance Tee von Fittea, welchen ich euch hier schon mal vorgestellt habe, hilft mir, etwas Entspannung zu finden. Manche mögen solche Produkte als „Placebo“ bezeichnen, das Einzige was zählt ist für mich das Gefühl der Wirkung.

– Ein Gläschen Wein am Abend. Ich möchte auf keinen Fall den Alkoholkonsum hier für gut heißen, aber trotzdem ehrlich sein. Mit fast 26 Jahren spricht denke ich nichts dagegen, gelegentlich ein Glas Wein zum entspannen auf dem Sofa zu genießen.

– Lange Spaziergänge mit meinem Hund – ohne Handy. Das Handy und Internet sind generell ein großer Stressfaktor denke ich. Sobald ich es zuhause lasse oder Akku leer ist, tritt eine Entspannung ein, denn ich kann ja sowieso nichts tun. Stellt euch vor, das Internet würde für 24 Stunden plötzlich auf der ganzen Welt ausfallen. Mit was würden wir uns beschäftigen? Wir wären gezwungen endlich wieder Dinge zu tun, die wir vielleicht schon ewig auf unser To-Do Liste haben.

Das Buch von Arianna Huffington habe ich übrigens noch immer nicht fertig gelesen. Der Grund: „keine Zeit“.

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