Disclaimer: Wir sind keine Ärzte oder Spezialisten, daher können wir die Infos nur so weitergeben wie wir sie wissen und finden konnten. Falls ihr Ergänzungen habt, kann ich sie gerne aufnehmen!

Hallo Zusammen!

Ihr wundert euch bestimmt was es mit diesem Post auf sich hat und wer Sandra ist.

Ich habe Sandra vor einigen Monaten über Our Clean Journey kennengelernt. Sie hat mir unglaublich kompetente und hilfreiche Tipps gegeben, als meine Hautprobleme am Tiefpunkt waren. Dank ihrer einfühlsamen Art und Leidenschaft für Themen wie Ernährung, Haut & Gesundheit haben wir uns sofort gut verstanden. Sandra beschäftigt sich mit Themen, die ich schon seit Beginn von OCJ super interessant finde und immer wieder leicht anschneide. Nach einiger Zeit habe ich beschlossen, sie einfach zu fragen, ob sie Lust hat diese Dinge auch mit euch zu teilen. Ich weiß ja durch meine Posts zu Pille & Co, wieviele unter euch gerne mehr zu diesen Themen erfahren würden.

Ab sofort wird Sandra also gelegentlich einige interessante und wichtige Themen hier ansprechen und euch so gut sie kann helfen. Wir lassen ihr den Raum für ihre Leidenschaft und freuen uns eine weitere Kategorie mit ihrer Hilfe hier auf Our Clean Journey begrüßen zu dürfen.

x Julia

 

Das ist mein erster Blogpost für Our Clean Journey und soll zu einer eigenen regelmäßigen Kolumne/Rubrik werden. Worum es hier geht, sind gesundheitliche Themen aller Art, die uns alle betreffen.

Meiner Meinung nach wird man von Ärzten nicht genug aufgeklärt, Medikamente (ja, die Pille ist beispielsweise eins!) werden vorschnell verschrieben ohne wirklich auf Nebenwirkungen einzugehen, geschweige denn irgendwelche Ursachen zu beheben. Symptome werden kaschiert und wenn beispielsweisen 14 jährigen Mädchen die Pille wegen schlechter Haut verschrieben wird, wird mir ganz anders.  Deshalb und aus privaten Gründen und mehr oder weniger durch mein eigenes „Schicksal“ und Erfahrungen in der Familie beschäftige ich mich in meiner Freizeit mit Medizin, lese Bücher und Artikel über gesundheitliche Themen oder eben ja, Medizin.

Ich bin einfach der Meinung , dass jeder und v.a. auch junge Frauen ihren Gesundheitszustand selbst in die Hand nehmen müssen und auch sollen.

Für jedes Problem gibt es eine Ursache, diese muss man finden und beheben und da hat man seine Lösung. Deshalb lese ich, lerne ich und schreibe jetzt auch für Our Clean Journey.

Vorneweg: Das was ich schreibe beruht auf dem was ich mir an Wissen angeeignet habe und aus Erfahrungswerten. Das Wichtigste ist aber immerimmerimmer  das eigene Körpergefühl (das viele leider verlernt haben) aber wenn man sich mit etwas nicht gut fühlt, sollte man es auch nicht machen!

Allerdings wie gesagt, das Körpergefühl vieler ist oft nicht mal ansatzweise ausgeprägt.

Gesundsein heißt nicht nur nicht krank sein. Gesundheit bedeutet so viel mehr.

Das schließt auch mit ein, dass man sich kennt und seinen Körper oder eben kennenlernt, ein gesundes Verhältnis zu ihm aufbaut und zum Essen.

Und für jedes Problem (wirklich für jedes) gibt es Abhilfe. Dafür braucht man allerdings Wissen, positive Gedanken,  und Geduld. Viele Pflanzen Essen ist auch nicht so unwichtig aber das werde ich wohl noch öfter erwähnen.

Mir geht es in dieser Rubrik darum, Wissen zu vermitteln aber auch zu ermutigen. Du bist zu einhundert Prozent vollständig alleine verantwortlich was mit deinem Körper passiert aber du bist genauso fähig deinen Körper so zu steuern, dass alles rundläuft. (An dem Punkt bin ich übrigens auch noch nicht angelangt!). Dafür muss man natürlich wissen, wie was funktioniert und Zusammenhänge verstehen lernen. Denn alles im Körper hängt nun mal miteinander zusammen.

Ich bin weder komplett gegen Schulmedizin (ein Hoch auf die Unfallchirurgie!)  noch komplett dafür. V.a. für viele unserer Wohlstandskrankheiten gibt es eine einfache Abhilfe und sie sind entgegen der schulmedizinischen Meinungen auch reversibel (Diabetes, Herzkrankheiten, usw.).

Was man tun muss ist seinen Lebensstil ändern. Das hört sich immer so wahnsinnig kompliziert und standardmäßig an, ich weiß. Wenn man es richtig angeht ist es aber sehr schön, denn man lernt nicht nur sich selbst besser kennen sondern alles was einem die Natur so darbietet und für mich war es eigentlich ein ganz anderes, neues Leben. Ich will aber auch nicht zu viel versprechen. Was man aus den Posts hier von Julia&Luisa und der Kolumne macht liegt natürlich an jedem selbst.

Normalerweise gibt es übrigens nicht so ein langes Intro. Ich wollte nur vermitteln um was es mir hier eigentlich geht und wie ich zur Gesundheit generell stehe. Ein Faktor ist auch den Fokus auf die Gesundheit nicht die Krankheit zu legen.

So. Worum es heute gehen soll ist die Säure-Basen-Balance. Säuren und Basen kennt ja eigentlich jeder aus dem Chemie Unterricht, ich denke aber die wenigstens wissen was Säuren und Basen in unseren Körpern machen und warum sie so wichtig sind.

Ein kurzer (wirklich kurzer!) Ausflug in die Chemie:

Man hört zwar ständig irgendwo in den Medien „wir sind übersäuert“ und gleichzeitig wird auch ein passendes Pulverchen angeboten, das uns entsäuert. Das stimmt auch, wir also der durchschnittliche Bürger ist übersäuert (auf die Ursachen werde ich nacher eingehen).  Allerdings sind „Basen“ nicht per se gut und „Säuren“ schlecht. In verschiedenen  Körperregionen/Organen herrscht ein unterschiedliches Milieu, das sich in

sauer

neutal

und basisch

unterteilen lässt.

Der pH-Wert ist der Indikator mit dem gemessen wird ob etwas sauer (pH-Wert bei 0-7), neutral (genau 7 ) oder basisch (über 7) ist.

Wichtig zu wissen, für diejenigen die messen wollen wie übersäuert sie sind. Wie man das macht erkläre ich im nächsten Teil.

Der pH-Messwert steht im logarithmischen Verhältnis. (ja, jetzt auch noch Mathe. Muss sein!)

Das heißt ein pH-Wert von 3 ist dreißig mal so sauer wie der pH-Wert  6!

Der Säuregehalt nimmt in eine Richtung immer um den Faktor 10 zu!

Warum ist das pH-Milieu im Körper denn jetzt so wichtig?

Der Säuregehalt ist im Organismus an einigem beteilgt. Das wäre:

Die Beschaffenheit der Eiweißmoleküle, die Struktur der Zellen (hallo Krebszellen!),  die Durchlässigkeit der Zellmembranen das sind die Zellwände für Nährstoffe (hallo Diabetes und andere Wohlstandskrankheiten) , der pH-Wert bestimmt außerdem die Wirksamkeit von Hormonen und Enzymen, ist am Wasserhaushalt des Körpers also der Verteilung der Elektrolyte beteiligt, die Funktion von Nerven- und Muskelzellen sowie die Aufbau und die Funktion von Körpergewebe.

Also wem sein Säure-Basen-Haushalt nach dieser Aufzählung immer noch nicht am Herzen liegt!

Eigentlich und das ist ja immer das Gegenargument von Medizinern, die an den ganzen „gesunde Ernährung“ Hokuspokus nicht glauben hat der Körper natürlich Puffersysteme, die die überschüssigen Säuren auffangen und ausscheiden. (In seltenen Fällen natürlich auch einen Basenüberschuss, denn das gibt es auch aber keine Sorge, nicht so einfach und auch nur wenn man es mit chemischen Pulverchen übertreibt).  Die Puffersysteme sind unsere Entgiftungsorgane ( Lunge, Nieren, Haut, Leber, Magen, Darm, Knochen bzw. das darin enthaltende Phosphat und im Bindegewebe  werden überschüssige Säuren gespeichert). Außerdem werden im Blut durch den Blutfarbstoff Hämoglobin, den Bluteiweißkörpern sowie Zelleiweißkörpern überschüssige Säuren ausgeglichen.

Warum kann man dann trotzdem übersäuert sein?

Der Körper ist durch vielerlei Ursachen bei den meisten Menschen, zumindest in der westlichen Welt, chronisch übersäuert, also ständig.  Dauernd zirkulieren zu viele Säuren im Körper, die permanent neutralisiert werden wollen und sollen. Unsere Entgiftungsorgane verausgaben sich daher schlichtweg! Desweiteren haben sie noch zahlreiche, teils „wichtigere“ (lebensüberwichtige) Aufgaben denen sie auch nachgehen müssen! Überschüssige Säuren zu neutralisieren sollte nicht non-stop auf dem Plan stehen. Das senkt natürlich auch das eigene Energielevel.

Was übersäuert uns?

Das lässt sich eigentlich in 3 Bereiche einteilen:

Ernährung, Bewegung, Lebensstil. Ja, die 3 üblichen „Verdächtigen“, wenn es um unsere Gesundheit geht. Eigentlich ist es doch so „einfach“ an diesen Bereichen zu arbeiten und dafür braucht es nicht 3853 verschiedene Spezialisten an Ärzten. Mit einfach meine ich,  für den Körper ist es immer besser mit simplen Methoden den Gesundheitszustand wiederherzustellen, nicht mit Chemie oder Hormonbomben, genauer gesagt ist es eigentlich auch der einzige Weg der dauerhaft funktioniert.

Ernährung: 

Hier ist es ganz einfach:

Am stärksten übersäuert tierisches Protein:

Also Fleisch/Fisch,  Milchprodukte (!) und Eier.

Ja, vegane Ernährung ist super. Natürlich müsst ihr nicht zum Veganer werden. Allerdings werden diese tierischen Lebensmittel immer säurebildend und ohne Balaststoffe sein, ich kann tierischen Lebensmitteln leider nichts  Positives abgewinnen. Jedoch denke ich, dass man entsäuern kann wenn man sie auf ein Minimum (das heißt nicht täglich konsumiert) reduziert.

Allerdings wird bei manchen Butter, Ghee (indische Art von Butter) sowie Sahne als neutral eingestuft. Dazu weiß ich leider nicht mehr. Ich denke das sind Lebensmittel die man sowieso nur in Maßen verzehrt.

Sojaprodukte (Soja ist ein stark verarbeitetes Produkt) und nicht gerade gesund, weil es u.a. auch in den Hormonhaushalt eingreift und man ist zwangsweise so vielen verschiedenen Hormondisruptoren  ausgesetzt, dass ich diese aus der Nahrung wirklich vermeiden würde.

Getreideprodukte, zumindest aus Auszugsmehlen (Weizen). Bei glutenfreien Produkten oder richtigem Vollkorn ist man sich uneinig. Also da liest man wirklich überall was anderes. Aber diese würde ich trotzdem nur in Maßen essen.  Man darf sich auch nicht zu sehr verrückt machen.

Industriell hergestellte Nahrung  (damit fasse ich einfach alles zusammen). Alles Junk-food, Süßigkeiten, Fertigprodukte, usw. sind alles säurebildende „Lebensmittel“ und gehört nicht auf den Teller sondern in die Tonne!

Kaffe und Mineralwasser mit Kohlensäure (dazu mehr beim Teil wie man entsäuert).

Bei Fetten und Ölen ist es ähnlich wie mit den Getreidesorte. Die Weisheit hab ich natürlich auch nicht mit dem Löffel gegessen. Ich leg mich da ungern fest. Das ist auch eine Frage ob man darauf nicht ganz verzichten möchte und wie man bestimme Öle und Fette verträgt. Das ist sowieso genrell ein Produkt, das in Maßen verzehrt werden sollte oder eben gar nicht bei „ high carb“ oder 80/10/10 und ähnlichen Ernährungsformen.

Was kann man dann noch essen?

Obst, Gemüse, bestimmte Getreidesorten, Nüsse/Samen, Kräuter und Ähnliches. Keep it simple.

Ein wenig Obst, Wasser, Chanel No. 5. 😉

Nein, natürlich ist es wichtig ausreichend zu essen. Man kann wunderbar von den Lebensmitteln satt werden. Wenn man es schafft sich 80 Prozent bei jeder Mahlezeit basisch zu ernähren ist man auf einem sehr guten Weg, wenn man tierisches Protein nicht täglich einbaut, das gilt auch oder v.a. für Milchprodukte.

Bewegung:

Ein bisschen Steinzeit steckt in jedem von uns. In dem einen offensichtlicher, in dem anderen weniger. Trotzdem sind wir dafür gemacht uns zu bewegen und trotzdem sitzen wir die meiste Zeit oder liegen und beanspruchen viel zu wenig unserere Muskeln. Naja, das ist ja alles kein Geheimnis!

Ich denke bei Our Clean Journey ist man sowieso richtig wenn es um Bewegung geht und ich brauche mich hier auch nicht zu äußern.

Außer: Übertreibt es nicht mit der Bewegung wenn ihr euch vorher wenig/kaum bewegt habt!

Muskelkater ist nicht schlimm aber auch hier ist wieder die entstandene Milchsäure  beteiligt.

Lebensstil/Psyche:

Das typische „Klischee“, das viele wahrscheinlich gar nicht mehr ernst nehmen: Stress

Ich will das kurz begründen:

Man atmet wenn man gestresst ist flach (natürlich wäre eine tiefe Bauchatmung), wenn man flach atmet, atmet man nicht richtig aus und unser Körper atmet Kohlendioxid (Säure) aus. Wir atmen also zu wenig Säuren aus.

Wir schütten Stresshormone (Cortisol u.a.) aus, die wiederum übersäuern.

Wir spannen unser ganzes Körpergewebe zu sehr an (Milchsäure), Muskelkater, Verspannungen und Rückenschmerzen sind die Folge

 

Der Darm arbeitet nur noch müßig (Durch die Ausschüttung des Cortisols zum einen,  zum anderen aber auch weil man in Stresssituationen oft hastig isst oder ungesundes Essen), was wiederum zur Verstopfung führt. Was nicht verdaut wird bildet Gärungssäuren.

Zwischen der Psyche und dem Säure-Basen-Haushalt besteht eben auch eine Wechselwirkung.
Ich habe ja oben bereits beschrieben wie sich Säuren und Basen im Körper verhalten und mit welchen Organen sie zuammenhängen. Beispielsweise dem Darm. Nun ist es aber so, dass der Darm durch permanente Neutralisierung von Säuren überlastet ist und seiner Haupttätigkeit nicht nachgehen kann: dem verdauen. Der Darm ist aber eigentlich noch so viel mehr und auch die  Schulmedizin kennt das langsam an. Er gilt mittlerweile als 2. Gehirn. Das enterische Nervensystem ist ein Teil des Darms und mit dem Nervensystem verbunden. Jedenfalls wird auch Serotonin, das einerseits ein Hormon aber auch ein Neurotransmitter zu über 90 Prozent im Darm gebildet!

Serotonin, dieser süße Glücksstoff!

Ich hoffe,das vermittelt ein wenig wie eng alles miteinander verknüpft ist und das wirklich alles im Körper zusammenspielt! Und dass es auch bei psychischen Erkrankungen oft Ursachen gibt, die mitunter am Körper und der Lebensweise liegen.

Gleichzeitig übersäuern negative Emotionen bzw. Stress den Körper eben auch, weil sie Stresshormone usw. im Körper mobilisieren. Alles hängt mit allem zusammen und alles beeinflusst sich gegenseitig.

 

Im nächsten Post werde ich darauf eingehen, wie man seinen Übersäuerungsgehalt misst  und die   Säure-Basen-Balance (wieder)herstellen kann und welche Krankheiten im speziellen in Verbindung gebracht werden können.

Zum Schluss:
Ich wäre wahnsinnig dankbar über Feedback, ich hab den Text nämlich schon öfters mal gedanklich, mal schriftlich verfasst und bin mir immer vorgekommen wie eine Biologielehrerin die um den heißen Brei redet. Interessiert es euch?

Natürlich ist der wichtige Teil eben, was man aktiv tun kann um basisch zu werden. Da gibt’s nämlich ein paar günstige einfache Tricks.

 

Seid gut zu euch,

Sandra

 

 Illustration: Jennifer Rebkowetz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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