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Ich hatte vor kurzem die Ehre, ja ich nenne es Ehre, mit einem Gärtner von LGV- Frischgemüse, Johann Hobiger, in Wien zu sprechen, seine „Schützlinge“ genauer anzusehen und ihm ein paar ehrliche Fragen über seine Arbeit und die Situation am Markt zu stellen. Ich bin wirklich ohne Erwartungen zu dem Termin gegangen und mit einem großen „aha“ und fasziniert von Mutter Natur nach Hause gefahren. Ja, dieser Beitrag entsteht im Rahmen einer Kooperation, aber ich fühle mich geehrt, diese mit euch teilen zu dürfen und fast ein bisschen als Bildungsauftrag zu fungieren.

Es gibt wirklich zahlreiche Themen auf die man in dem Bereich eingehen könnte, ich möchte in diesem Beitrag aber speziell darauf eingehen, warum es wichtig ist, sich saisonal, vor allem aber regional zu ernähren und auch mal zu teureren Produkten zu greifen, hier spreche ich noch gar nicht von bio.

Gemüse aus Wien

Wusstet ihr, dass Wien die einzige Stadt ist, die sich ausschließlich von ihrem Anbau ernähren könnte? Das ist etwas extrem Besonderes. Generell ist Österreich ein Land mit vielen engagierten Gärtnern und Familienbetrieben, die für ihre Arbeit leben. Doch es wird immer schwieriger für sie, am Markt bestehen zu bleiben. Denn ausländische Mitbewerber halten die Preise aufgrund der niedrigeren ausländischen Abgaben, Löhnen, … so gering, dass es schwer ist, für österreichische Betriebe mitzuhalten. Wir Konsumenten unterstützen das (bewusst oder unbewusst) indem wir lieber die günstigen Tomaten aus Spanien kaufen anstatt den österreichischen, die bei uns um die Ecke angebaut wurden.

Was passiert, wenn wir nicht in der Region kaufen?

  • Weite Transportwege belasten die Umwelt
  • Die Lebensmittel sind weniger frisch oder werden noch unreif geerntet.
  • Im Ausland gibt es oft weniger strenge Kontrollen (siehe dazu weiter unten, „Einsatz von Pestiziden“)
  • Die Entlohnung der Arbeiter ist im Ausland anders, oftmals schlechter, geregelt
  • Wir senken den Erfolg unserer eigenen Wirtschaft

Wie ist das mit dem Einsatz von Pestiziden?

Auch wenn ich ein großer Fan von bio bin, greife ich im Zweifelsfall lieber zu österreichischen konventionellen Produkten als ausländischen. Unsere Regulationen sind so streng, dass ihr euch selbst bei „nicht bio“ keine großen Gedanken machen müsst. Es gibt 3 Punkte, die ich bislang noch gar nicht wusste. Quasi 3 Punkte zur Qualitätskontrolle:

  1. Vermeidung von Pestiziden
    Im geschützten Anbau, also im Glashaus, sind Pestizide kaum erlaubt. Alles was man derzeit so prominent in den Medien hört: RoundUp, Glyphosat etc. ist sowieso schon seit Jahren verboten. LGV Gärtner arbeiten hingegen mit Nützlingen, und das schon seit den 80er Jahren. Nützlinge sind zB Hummeln, aber auch kleine Mikroorganismen, die gegen diverse Schädlinge vorgehen.
  2. Kontrolle
    Es wird sehr streng hinsichtlich Pestiziden kontrolliert. Die Gärtner müssen jede Rechnung aufheben und vorweisen können. Sie werden mindestens einmal im Jahr von der AMA kontrolliert, meistens auch unangekündigt ein zweites Mal oder öfter. Werden hier Unregelmäßigkeiten gefunden, wird das AMA-Gütesiegel entzogen. Ohne AMA-Gütesiegel kann das Gemüse in Österreich praktisch nicht vermarktet werden.
    Ist eine Pflanze erkrankt, wird sie punktuell behandelt, sodass anderen Pflanzen im Gewächshaus wenig davon abbekommen.
  3. Untersuchung
    Darüber hinaus wird jedes Gemüse regelmäßig auf Rückstände hin überprüft. Von LGV intern aber auch von externen Stellen  und  privaten Laboren. Die verschiedenen Lebensmittelketten haben auch ihre internen Prüfstellen – wenn es hier zu Überschreitungen kommt, dann wird sofort Alarm geschlagen und das Gemüse zurück genommen.
    Das bedeutet dann natürlich keinen Verdienst für die betroffenen Gärtner. Deshalb wird hier schon enorm darauf geachtet, die Pestizide nur im allernötigsten Notfall einzusetzen.
    Diese Untersuchungen sind super genau. Man könnte Rückstände eines einzigen Zuckerwürfels im Bodensee nachweisen. So genau funktioniert das Rückstandsmonitoring bei Pestiziden. Und die Toleranzen sind auch entsprechend gering bei Österreichischem Gemüse.

Was habe ich von meinem Besuch bei LGV mitgenommen?

  • Ich werde lieber einen Euro mehr zahlen, dafür Gemüse aus der Region mit mehr Frische und vor allem Geschmack und die vollen Nährstoffe und Vitamine erhalten.
  • Mit einem Frischgemüse-Kauf aus der Region unterstütze ich Gärtner und Bauern aus der Umgebung und schätze so ihre harte Arbeit wert.
  • Salat, ich habe Salat von meinem Besuch mitgebracht. Ich durfte selber ernten und habe den frischesten Salat am gleichen Abend noch verspeist.
  • Neben Salat wurden gerade Radieschen geerntet, als nächstes sind die Gurken dran. Im aktuellen Gemüsekalender von LGV seht ihr immer, wann welche Gemüsesorten geerntet werden.

Wenn ihr das nächste Mal im Supermarkt diese Marke seht, könnt ihr euch ja vielleicht an meinen Beitrag erinnern und eure Wahl eventuell nochmal überdenken!

Mein Fazit

Ich verstehe, dass es oft schwer ist, im Supermarkt eine Wahl zu treffen. Man ist von so vielen „Labels“ und Menschen beeinflusst: Saisonal, regional, vegan, bio, Kleinbauern unterstützen, aber man will dann doch die Avocado, und so weiter. Haltet euch stets vor Augen, dass niemand perfekt ist und das Ziel eine Balance ist. Kauft so oft es geht aus der Region und nach Saison und wenn man manchmal etwas Exotisches möchte, dann muss man sich nicht um jeden Preis zurückhalten. So handhabe ich es zumindest und ich weiß jetzt aus erster Hand, dass ich mit LGV immer eine gute Wahl treffen werde.

PS: Man kann das Gemüse auch mitten in der Stadt frisch einkaufen, direkt im LGV-Gärtnergeschäftl.

 

 

Werbung in Zusammenarbeit mit LGV-Frischgemüse.

 

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